Tierernährungsberatung & Tierheilpraktikerin Münster

Hepatische Enzephalopathie beim Hund

Hepatische Enzephalopathie beim Hund?

Hepatische Enzephalopathie beim Hund

Eine hepatische Enzephalopathie beim Hund, auch Leber-Hirn-Störung genannt, wird ausgelöst durch eine gestörte Funktion der Leber. Jedoch gehört es zu den Aufgaben der Leber, den Organismus zu entgiften. Mit anderen Worten, ist die Leber stark beeinträchtigt, ist sie dieser Anforderung nicht mehr gewachsen. Eine gesunde Leber filtert Schadstoffe aus dem Organismus. Folglich wandelt sie z.B. Ammoniak in unschädlichen Harnstoff um. Ist dies nicht mehr möglich, wird das Ammoniak angesammelt. Infolgedessen kommt immer mehr Ammoniak ins Gehirn. Hierdurch schwellen bestimmte Hirnzellen (Astroglia) an. Somit entstehet Druck auf das Gehirn und es kann anschwellen.

Pathogenese - Leberschädigung beim Hund

Ursachen der hepatischen Enzephalopathie

Wenngleich es beim Menschen oft der Alkohol ist, der zu einer Leberschädigung führt, kommen beim Hund logischerweise andere Ursachen in Frage. Diese werden nachfolgend aufgeführt. 

  • Hepatitis (Entzündung der Leber)
  • Tumoren der Leber
  • Vergiftungen
  • Medikamente
  • Leber-Fibrose (Gewebeveränderung)
  • Adipositas (Übergewicht)
  • Fettleber
  • angeborene Erkrankungen (z.B. Lebershunt oder Morbus Wilson (Kupferspeicherkrankheit)

Angeborener portosystemischer Shunt beim Hund

Andernfalls ist ein portosystemischer Shunt, auch Lebershunt beim Hund meistens angeboren. Überdies macht er sich oft im ersten Lebensjahr bemerkbar. Andererseits kann diese Gefäßfehlbildung (Anomalie) aber auch erworben werden durch Erkrankungen der Leber. Möglicherweise führt dieser, unter anderem zu einer hepatischen Enzephalopathie.

Symptome einer hepatischen Enzephalopathie

Gastrointestinale Symptome

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsabnahme

Neurologische Symptome

  • Keine Reaktion auf Ansprechen
  • Koordinationsstörungen
  • Gangunsicherheit
  • epileptische Krampfanfälle
  • schwankender Gang
  • plötzliche Aggressivität
  • Bewusstseinsstörungen
  • Zittern
  • Sabbern
  • Exzessives Bellen
  • Kopfpressen

Andere Symptome

  • Polydipsie (vermehrtes Trinken)
  • Polyurie (vermehrter Harnabsatz)

Medikamente oder Operation?

Im Folgenden verschreibt der Tierarzt meistens verschiedene Medikamente, u.a. auch Antibiotika. Des Weiteren können entwässernde Medikamente (Diuretika) zum Einsatz kommen. Im Falle eines zugrunde liegenden Lebershunts kann auch eine Operation in Frage kommen.

Leberschonende Ernährung bei einer hepatischen Enzephalopathie

Möglicherweise hat Ihr Hund die Diagnose Leber Hirnstörung bekommen. Und wie geht es jetzt weiter?

Je nachdem, wie schlecht der Zustand des Vierbeiners ist, kann  im Vorfeld eine stabilisierende Infusion und auch eine kurze Fastenzeit nötig sein. Eventuell verschreibt der Tierarzt Medikamente.

Nachfolgend ist hier eine Eiweißrestriktion anzuraten. Denn bei der Aufschlüsselung der Proteine wird Ammoniak gebildet. Dieses kann dann wieder ins Gehirn gelangen.

Im zweiten Schritt ist es wichtig, dass das kranke Tier sein Gewicht hält. Aus diesem Grund sollte unbedingt energiereich gefüttert werden. Abgesehen von Fett eignet sich unter anderem auch aufgeschlossene Stärke.

Außerdem sollte der Obst- und Gemüseanteil erhöht werden.

Besonderes Augenmerk muss auf die Zufuhr von Arginin gelegt werden. Während die Methionin-Verabreichung gedrosselt werden sollte.

Übrigens kann eine Ansäuerung des Colon-Inhaltes mit Lactulose vorgenommen werden.

Hinweis

Die Inhalte dienen nur zur Information und sollen keinen Besuch bei einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker in der Nähe ersetzten. Sie stellen auch keine Anleitung zur Selbstmedikation dar.

Gemäß HeilMWerbG § 3 weise ich darauf hin, dass die Wirksamkeit der angebotenen Methoden therapeutischer und diagnostischer Art, wissenschaftlich nicht anerkannt sind.

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