Magenschleimhautentzündung beim Hund-Helicobacter-Bakterien?

Magenschleimhautentzündung beim Hund-Helicobacter-Bakterien?

Wird eine Magenschleimhautentzündung beim Hund durch Helicobacter-Bakterien ausgelöst? 

Als Magenschleimhautentzündung, im Fachjargon auch Gastritis genannt, wird, wie der Name schon vermuten lässt, eine Entzündung der Magenschleimhaut bezeichnet. Oftmals wird diese beim Hund, wie auch beim Menschen durch eine Besiedlung mit Helicobacter-Bakterien besiedelt.

Gattungen des Helicobacter

Während beim Menschen meistens Helicobacter pylori ursächlich ist, sind es bei Tieren vorwiegend Infektionen mit Helicobacter heilmannii, Helicobacter felis, Helicobacter bizzzeronii und Helicobacter billis. Überdies hört man des Öfteren von „helicobacter-like-organisms“ (HLO), „gastric-helicobacter-like-organisms“ (GHLO) und „gastrospirillum-like-organisms“ (HPLO).

Hierbei handelt es sich um Unterarten des Helicobacter, welche aber nicht abschließend definiert werden können. Die Pathogenität von Helicobacter ist beim Hund noch nicht abschließend geklärt.

Symptome einer Gastritis

  1. Erbrechen (oft gelblicher oder weißer Schaum)
  2. Sodbrennen (exzessives Grasfressen), Aufstoßen, Schmatzen
  3. Durchfall, Blähungen, Magengeräusche
  4. Inappetenz (frisst weniger)
  5. Unruhe
  6. Gewichtsverlust

Helicobacter im Hundemagen-Oft ein Zufallsbefund

Übrigens muss eine Infektion mit Helicobacter nicht zwangsläufig zu Problemen führen. Während es in manchen Fällen zu oben beschriebener Symptomatik kommen kann, werden die Erreger manchmal auch als Zufallsbefund, zum Beispiel bei einer Magenspiegelung gefunden. Ist das Immunsystem beziehungsweise die Darmflora geschwächt, kann es zu Erkrankungszeichen kommen.

Diagnose

Unter dem Strich gibt es einige Möglichkeiten zur Diagnostik. Hier wird Unterschieden zwischen nicht-invasiven Tests (Harnstoff-Atemtest, Stuhl-Antigentest und Antikörpernachweis im Serum) und invasiven Tests (Urease-Schnelltest, PCR-Test, Histologie, Kultur aus Magenbiopsie).

 

Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Histologie (durch Gewebeprobe) und der PCR-Test (Untersuchung von Erbrochenem) als am zuverlässigsten gelten.

Therapie

In der Schulmedizin kommt bei Helicobacter oft die sogenannte Triple Therapie zum Einsatz. Diese besteht aus 2 verschiedenen Antibiotika und einem Magensäureblocker. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass dies oftmals nur kurzfristige Erfolge bringt. Hierbei besteht die Möglichkeit, dass das Antibiotikum die natürliche Darmflora schwächt und somit ein Teufelskreis entsteht. Natürlich kann man hier auch naturheilkundlich unterstützen und u.a. für ein stabiles Darmmilieu sorgen.

Ich berate Sie gerne!

 

Quellen

Hinweis

Die Inhalte dienen zur Information und sollen keinen Besuch bei einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker in der Nähe ersetzen. Sie stellen auch keine Anleitung zur Selbstmedikation dar.

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